Die Straßen von New York sind von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kultur bevölkert. Ein buntes Mosaik, in dem 200 verschiedene Sprachen gesprochen werden und Hindus, Christen und Moslems gemeinsam ihren Geschäften nachgehen. New York ist auch Heimat einer großen jüdischen Gemeinde – größer als die von Jerusalem. Mehr Chinesen leben hier, als an jedem anderen Ort außerhalb Asiens. Die Stadt an der Mündung des Hudson Rivers ist seit jeher ein Tor zur Neuen Welt. Ein Drittel der heutigen Einwohner New Yorks wurden nicht in den USA geboren. Besonders aus dem lateinamerikanischen und asiatischen Raum kommen viele neue Einwanderer. Oft ziehen Neuankömmlinge zu ihren Landsleuten in ein bestimmtes Viertel und prägend so den Stadtteil durch ihre Feste und Gebräuche. Ich lebe in Washington Heights. Hier im Norden Manhattans stammt ein Großteil der Einwohner aus Puerto Rico und der Dominikanischen Republik. Das spiegelt sich am Warenangebot in den Supermärkten wider, an der Musik, die aus den Häusern schallt und der Sprache, die auf der Straße gesprochen wird. ¿Habla usted español?
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Viele Einwanderer kommen auf der Suche nach einem besseren Leben und mehr Wohlstand in die Vereinigten Staaten. Sie befriedigen den Bedarf an günstigen Arbeitskräften im Dienstleistungsbereich, der gerade in New York hoch ist. Doch durch den Zuzug von Menschen mit geringen Englischkenntnissen und Defiziten bei der Ausbildung, klafft die Schere zwischen Arm und Reich weit auseinander. Viele Migranten-Viertel in New York haben soziale Probleme, während die Manager an der Wall Street satte Boni einstreichen. Dieses Missverhältnis begegnet einem überall in der Stadt. Bürgermeister Bloomberg ist stolz auf die „Luxusstadt“ New York, die mit 55 Milliardären den ersten Platz in dieser Kategorie einnimmt. Auf der anderen Seite müssen die Schulen und sozialen Einrichtungen die Missstände bei Immigranten und den ärmeren Bevölkerungsschichten auffangen. Besonders der teure Wohnraum macht es Menschen mit niedrigen Einkommen schwer.
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