New York ist so faszinierend, weil es eine Stadt der Gegensätze ist. Das gilt auch für die Arten von Unterhaltung, die einem hier geboten werden. Am Dienstag war ich mit Freunden bei der wohl traditionsreichsten amerikanischen Sportveranstaltung - einem Baseballspiel. Nicht nur bei irgendeinem Baseballspiel. Sondern bei einem Spiel der New York Yankees, die so etwas wie der Rekordmeister des Schlagballs sind. Was gibt es besseres, als sich nach Feierabend mit Freunden zu treffen und einen Hotdog im Stadion zu verdrücken. Das schöne am Baseball ist ja, dass es während dem Spiel genügend Pausen gibt und man sich vernüpftig unterhalten kann. War auch ganz nützlich, um die Regeln ausführlich erklärt zu bekommen. Mit zwei guten Spielzügen sicherten sich die Yankees den Sieg gegen die Kansas City Royals und wurden von den Fans gebührend gefeiert. Auch wir haben darauf mit einem Budweiser angestoßen, dass uns der Sieg bloß nicht zu Kopfe steigt.
 |
| Mit Freunden auf meinem ersten New York Yankees Game - was wäre Amerika ohne Baseball |
Von Masse zu Klasse kommt man am besten über die Klassik. Es darf auch getanzt werden. So läuft das wenigstens beim
New York City Ballet. Wenn es dann noch vergünstige Tickets gibt, dann gibt es eigentlich keinen Grund mehr sich der Kultur zu verweigern. In Wahrheit hat es mich ja auch interessiert und das Programm im David H. Koch Theater, Teil des New Yorker Lincoln Centers, ist nun wirklich nicht von schlechten Eltern. Die sonntägliche Nachmittagsvorstellung begann mit Musik von Bach. In den darauf folgenden vier Sequenzen wurde die Musik und der klassische Tanz immer moderner. Es wurden fünf in sich abgeschlossene Stücke dargeboten, die einem einen tollen Einblick in das Repertoire der Ballettkompanie verschafften. Mir hat es gefallen. Zu Zeiten von Black Swan, einem Film in Anlehnung an Schwanensee, ist es ja auch so gut wie hip ins Ballett zu gehen.
 |
| Meine Sicht auf die Bühne des David H. Koch Theater, der Heimat des New York City Ballet |
Ein Festival anderer Art wurde in der ersten Maiwoche in der Lower East Side abgehalten. Es ging um Ideen für eine erneuerte und lebenswerte Stadt. Das
Festival of Ideas for The New City befasste sich dabei mit Möglichkeiten der Fortbewegung, der Verringerung von Schadstoffen und der Nachhaltigkeit von städtischem Wachstum. Aber auch interessante Konzepte zur Nutzung und Gestaltung von Räumen wurden präsentiert. Darunter "the SpaceBuster", ein Lieferwagen mit aufblasbarer Multifunktionshalle. Diese war auf einem Sportplatz in einem Park aufgebaut. Hier fanden Diskussionsrunden mit Architekten, Wissenschaftlern und Philosophen statt. Da konnte der Kompressor noch so arbeiten, der Platz unter der Hülle war begrenzt. Doch auch ich schaffte es nach längerem Anstehen in die Blase und hörte den Vorträgen über die Herausforderungen, mit denen Städte heute umgehen müssen, zu. Die Lösungsansätze waren dann allerdings sehr technisch.
 |
| Festival of Ideas for The New City - Ideen für die Stadt der Zukunft und wie wir darin leben |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen