Noch am vergangen Wochenende habe ich Fire Island besucht, bin am Strand gesessen und habe auf den friedlichen Atlantik hinausgeschaut. Heute liegen die Barriereinseln vor Long Island verlassen da. In Erwartung der Sturmflut, die Hurrikan "Irene" mit sich bringen soll, wurden die Bewohner am Freitagnachmittag evakuiert. Viele auf Meeresniveau gelegene Gebiete entlang der Ostküste sind von Überschwemmungen bedroht. Am Samstag traf der Tropensturm in North Carolina das erste Mal auf das amerikanische Festland. Seither bewegt er sich nach Norden und wird im Verlauf des Sonntags über New York hinweg ziehen. Während tief gelegene Viertel entlang der Küsten und Meeresbuchten evakuiert wurden, ist mein Stadtviertel nicht von Überschwemmungen bedroht und von den Behörden als sicher eingestuft. Ich wohne in Washington Heights, das 80 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Auf Grund des zu erwarteten Starkregens und Windböen von 100 km/h werden wir das Haus allerdings nicht verlassen. Jetzt ist es hier Samstagabend gegen 20:00 Uhr, Dauerregen hat eingesetzt und zusammen mit meinem Besuch aus Deutschland warte ich ab, was die Nacht bringen wird. Ich werde euch in diesem Blog weiter auf dem Laufenden halten.
AKTUELLE INFORMATIONEN - Eastern Daylight Time
27.08.2011 22:20 Uhr: Mehrere Regenbänder sind durchgezogen. Nun ist es wieder trocken und windstill. Der kräftigste Teil des Sturms wird Sonntag ab 8:00 Uhr erwartet. Wir haben Vorbereitungen getroffen, Wasser und Lebensmittel eingekauft. Wir legen uns schlafen.
28.08.2011 08:30 Uhr: Die ganze Nacht hat es geregnet und gestürmt. Der Sturm liegt nun auf der Höhe von New York, hat sich aber auf seinem Weg der Küste entlang merklich abgeschwächt. Die größte Gefahr geht von der Sturmflut aus, die die New Yorker Stadtteile direkt am Meer bedroht. Wir sind nicht betroffen und Strom- und Wasserversorgung in meinem Stadtteil auch nicht gefährdet. Internet und Telefon funktionieren problemlos.
28.08.2011 12:25 Uhr: Das Sturmsystem "Irene" hat den Großraum New York ohne die befürchteten Zerstörungen verlassen. Es gab begrenze Überschwemmungen durch Starkregen und Sturmflut. Bis auf umgeknickte Bäume und vereinzelte Stromausfälle, sind keine Schäden zu verzeichnen. Nun ist der Wind zurückgegangen und es hat aufgehört zu regnen. Die Behörden gehen davon aus, dass am Montag der Alltag wieder einkehrt.
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| Blick von Washington Heights auf den Hudson River und die George Washington Bridge |
28.08.2011 21:00 Uhr: Gegen Nachmittag haben wir das Haus verlassen und einen Spaziergang durch Washington Heights unternommen. Viele Läden waren geschlossen und einige Straßen waren überseht mit kleineren Ästen und vom Wind angewehtem Unrat. Aufräumarbeiten waren bereits im Gang. Am Abend lichtete sich die Wolkendecke. Die Sonne kam heraus und bescherte uns einen schönen Sonnenuntergang. Wir freuen uns auf die Rückkehr des Sommers: Für Morgen sind Sonnenschein und 26°C vorhergesagt.