Donnerstag, 23. Juni 2011

Sonne, Strand und mehr

Die vergangenen zwölf Tage hatte ich Besuch von einem guten Freund aus der Heimat und dazu die ganze Pfingstwoche frei. Diese Kombination war wie ein Versprechen auf einige spannende Tage. Schön, wieder einmal wie ein Tourist durch die Stadt zu streifen und New Yorks Attraktionen zu besichtigen. Davon gibt es reichlich und so hatten wir ein straffes Programm vor uns. Mit Freuden habe ich den Stadtführer gegeben, um meinem Gast einen umfassenden Eindruck von New York City zu verschaffen. Da kamen täglich einige Kilometer Fußmarsch zusammen. Da war es gut, dass wir uns abends im Baseballstadion oder Musicaltheater einfach setzen und zuschauen konnten. Zwei Dinge haben mir bei unserer Tour besonders gut gefallen: Die Bootsrundfahrt mit der Circle Line um ganz Manhattan und die Aussicht vom obersten Stockwerk des Rockefeller Centers.

Blick von der Aussichtsplattform des Rockefeller Centers in Midtown Manhattan
Im lauten, hecktischen New York sind wir nicht die ganze Zeit geblieben. Schon ein wenig ruhiger ging es im sommerlichen Washington zu, das wir mit dem Greyhound Expressbus in vier Stunden erreichten. Vom Busbahnhof war es nur ein Steinwurf zum Capitol Hill mit dem gewaltigen Parlamentsgebäude, dem Obersten Gerichtshof und der Kongressbibliothek. Unter der im Sonnenlicht glänzenden Kuppel des Kapitols, bestaunten wir die weitläufigen Parkanlagen und die bis an die Zähne bewaffneten Sicherheitsbeamten. Unsere Mittagspause verbrachten wir in der alten Hauptpost, die heute Restaurants und Geschäfte beherbergt. Vom Turm des ehrwürdigen Gebäudes hat man einen tollen Blick über das Regierungsviertel. Dann ging es die Pennsylvania Avenue hinunter bis zum Weißen Haus, dem Sitz des Präsidenten. Von dort liefen wir hinüber zur Mall, die die Hauptachse durch die Stadt bildet. Die parkähnliche Anlage beherbergt Denkmäler für Präsidenten und gefallene Soldaten, sie ist gesäumt von zahlreichen Museen und öffentlichen Einrichtungen. Einen ausgedehnten Spaziergang und ein Eis später waren wir zurück am Bahnhof. Die sieben Stunden in Amerikas Hauptstadt waren gefüllt mit vielen neuen Eindrücken, sodass uns im Bus die Augen zu fielen. New York hatte uns gegen Mitternacht wieder.

Vor dem Weißen Hause, dem Amtssitz des Präsidenten der Vereinigen Staaten
Richtig entspannen konnten wir uns hingegen bei einem Tagesausflug an den Strand von Southampton. Zuvor ging es mit dem Zug raus aus der Stadt und auf das grüne Long Island, das sich von New York im Süden 190 km entlang der Atlantikküste erstreckt. Die Hamptons im Nordosten der Insel gelten als das Wochenendrefugium der reichen New Yorker. Bis auf einen Blick in deren Vorgarten oder das Zählen von deutschen Luxuslimosienen kamen wir ihnen aber nicht viel näher. Hautnah konnten wir dafür den kilometerlangen Strand erleben. Mit den Füßen im Wasser, dem beruhigenden Rauschen der Brandung im Ohr und genügend Sonnencreme auf der Haut verbrachten wir den Nachmittag am Meer. Auch bewunderten wir die Surfer, die so ziemlich die Einzigen waren, die sich in die tosende Brandung wagten. Die Kraft des Ozeans fasziniert mich ungemein. Gott sei Dank ist außer den Wellen nichts gebrochen. Überhaupt bin ich Gott dankbar für diese ausgefüllten Tage!

Sonne satt, Sandstrand und hohe Welle im schicken Southampton auf Long Island

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