Letztes Wochenende war ich mit einer Gruppe von meiner neuen Gemeinde, der
All Souls Christian Church, bei einem Einsatz von Habitat for Humanity mit dabei. Wir waren an der Renovierung eines Community Centers beteiligt, das vor allem als Schülerhort benutzt wird. Dort können Kinder nach der Schule ihre Hausaufgaben machen und bekommen eine warme Mahlzeit, wenn ihre Eltern bis spät arbeiten oder klamm bei Kasse sind. Es war schön auf diese Weise etwas von dem zurück zu geben, was Gott mir geschenkt hat. So machten wir uns an die Malerarbeiten. Mein Team war für die Details zuständig, wir pinselten fleißig rote Wirbel und blaue Blasen an die Wände. Mit ein wenig Übung sah das dann auch recht schick aus. Auf diese Weise bekam der Gruppenraum einen neuen Anstrich.
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| Einsatz im Community Center: Habitat for Humanity - Brush with Kindness, Quelle: Sonia Turner |
Ich bin wirklich dankbar, eine Kirche für mich gefunden zu haben, die so familiär ist und sich sozial engagiert. In der Gemeinde habe ich unter anderem einen Touristenführer kennen gelernt, der Touren zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten New Yorks anbietet. Als er hörte, dass ich Architektur studiere, hat er mich auf eine seiner Gruppenführungen durch Midtown eingeladen. Noch am Sonntagnachmittag machten wir uns auf einen dreistündigen Spaziergang mit Vorträgen zu Bauwerken und der Geschichte Manhattans. Mein persönliches Highlight war der Grand Central Terminal, der große Bahnhof an der 42nd Street. Mit 67 Gleisen ist er der größte Bahnhof der Welt und beherbergt neben den Gleisanlagen Restaurants, Geschäfte und eine Markthalle. Die Tour führte uns außerdem zum Times Square, der St. Patrick's Cathedral und dem Rockefeller Center. Ich konnte also viel lernen und New York aus der Sicht eines Einheimischen erleben.
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| Die Haupthalle des Grand Central Terminals heißt die Pendler aus den Vororten willkommen |
Es war überhaupt ein ausgefülltes Wochenende. Am Freitagabend traf ich mich mit zwei Bekannten aus Deutschland, die ich in Bonn kennen gelernt hatte. Die zwei gehörten auch zu den Glücklichen, die ein Stipendium für ihr Praxissemester bekommen haben. Wir verabredeten uns auf ein Bier in Williamsburg, einem Stadtteil von Brooklyn. Seit meiner Ankunft vor vier Woche, hatte ich es nur einmal aus Manhattan heraus geschafft. Dabei hat New York noch vier andere Boroughs. Es bot sich also an, dass wir unsere Mitstreiterin über dem East River besuchten. Williamsburg hat ein quirliges Nachleben mit vielen Bars und Restaurants. Es war super, die beiden näher kennen zu lernen und zusammen zwei Kneipen auszuprobieren. In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute mit einer nächtlichen Ansicht von New Yorks Skyline. Viele Grüße aus Manhattan!
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