Bei schönstem Winterwetter konnte ich in der letzten Woche die Großstadt erkunden. An fünf von sieben Tagen schien durchweg die Sonne. Freitag und heute regnete es für ein paar Stunden. Nun ist der Schnee im Central Park endgültig Geschichte. Am Wochenende stiegt das Thermometer sogar über die Zehn-Grad-Marke, in Celsius natürlich. An die Skala des Herrn Fahrenheit muss ich mich erst wieder gewöhnen. Dafür ist die Umstellung auf die neue Zeitzone inzwischen fast abgeschlossen. Das ist auch besser so, denn Morgen geht mein Praxissemester so richtig los. Ich bin schon sehr gespannt auf meine Kollegen und die Aufgaben, die ich als Praktikant bei "Messana O'Rorke" auf den Schreibtisch bekomme.
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| Das Guggenheim Museum von Frank Lloyd Wright an der 5th Avenue in der Upper East Side |
Stundenlang war ich in den letzten Tagen zu Fuß unterwegs den Großstadtdschungel zu erkunden. Einen Dschungel, der mich in seinen Bann zieht. New York ist wie ein Mosaik aus verschiedenen Ethnien und Kulturen, Arm und Reich, Alt und Neu, Gerüchen und visuellen Reizen. Meine Eindrücke reichen von einem einsamen Fleckchen im Central Park bis hin zu einer vollkommen überfüllen U-Bahn in der "Rushhour". Eine Stadt der unbegrenzten
Unterschiede, vielleicht ein Sinnbild für die Vereinigen Staaten. Das zeigt aber auch, dass jeder seinen Platz finden kann und auch ich fühle mich wohl. Im Organismus der Metropole gibt es für jeden eine Aufgabe oder zumindest einen Ort, der angenehm erscheint.
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| Geschäftiges Treiben auf der 7th Avenue in Midtown Manhattan, dem Herz der Metropole |
Seinen Platz zu finden ist aber nicht immer einfach: New York mag vieles sein, die Stadt am Hudson River ist aber in jeden Fall die Hauptstadt der Singles. Nicht zuletzt um Anschluss zu finden besuchte ich eine Kirchengemeinde zum sonntäglichen Gottesdienst. Zuvor hatte ich im Internet recherchiert und mir eine Gemeinde herausgesucht, die von Studenten und jungen Familien besucht wird. Gleich am Eingang wurde ich herzlich empfangen und ich setze mich zu einer Gruppe Studenten. Nach Lobpreis, Predigt und Abendmahl standen wir noch bei einer Tasse Kaffee zusammen und ich wurde einigen Leuten vorgestellt. Das war sehr nett und schon waren wir eine kleine Gruppe, die danach zusammen Essen ging. Das hat mir richtig gut getan und so konnte ich meine erste Woche in New York erfolgreich abschließen und freue mich nun auf mein 6-monatiges Praktikum.
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