Dienstag, 6. September 2011

Abschiedstour

Nachdem Hurrikan „Irene“ abgezogen war, klarte es am Montag vergangener Woche auf. Eine stabile Wetterlage beschere uns in New York für acht Tage sommerliche Temperaturen und Sonnenschein pur. Es war wie eine Entschädigung für das verregnete Wochenende mit kräftigen Böen und Ausgangssperre. Mit zwei Tagen Verspätung konnte also meine Urlaubszeit beginnen. Am Freitag vor dem Sturm war nicht nur mein letzter Arbeitstag, sondern war auch ein Freund aus Deutschland bei mir angekommen. Für mich war es eine Abschiedstour zu meinen Lieblingsplätzen in der Stadt und zu liebgewonnen Freunden. Für meinen Gast war es Sightseeing am laufenden Band und ich habe versucht einen guten Reiseführer abzugeben. Das war für meinen Besuch zugegebener Maßen mit einigen Anstrengungen verbunden. Zum Glück hat es ihm nach eigenem Bekunden gut gefallen.

Der Central Park nach dem Sturm: Perfektes Sommerwetter bei blauem Himmel und 25 Grad

Wir waren viel unterwegs, haben New York zu Fuß erkundet und uns mit Freunden getroffen. Zusammen mit Touristen aus aller Welt besuchten wir Sehenswürdigkeiten wie den Bahnhof „Grand Central“, den bunten Times Square und das Rockefeller Center. Ich konnte meinem Gast das Viertel zeigen, in dem ich während des Praktikums gearbeitet habe und meine Lieblingsplätze im Central Park oder am Ufer das East Rivers. Auch ein Baseballspiel der New York Yankees durfte nicht fehlen. Und dann wurde auf einmal ich „ausgeführt“ und auf eine Bootstour auf dem Hudson River eingeladen. Das war richtig aufregend! Mit 70 Sachen ging es an Manhattan vorbei bis in den berühmten Hafen. Nach einem Stopp an der Freiheitsstatue und den obligatorischen Fotos, zeigte uns der Kapitän wie wendig sein Schnellboot ist und wie schön das Flusswasser spritzen kann. 
Mein Besuch und ich im Baseballstadion der NY Yankees in der Bronx - einfach uramerikanisch 
Neben all diesen Unternehmungen in Manhattan und Umgebung, haben mein Besuch und ich zwei Tagesausfüge zu weiter entfernten Zielen unternommen: Wie bereits im Juni stand eine Busreise nach Washington D.C. auf dem Programm und nach all dem Stress der Städte, sorgte ein Strandtag auf Long Island für Entspannung. So konnte ich all die schönen Plätze an der Ostküste noch einmal sehen und meinem Gast vieles zeigen. Für die gemeinsame Zeit mit ihm und mit meinen neuen New Yorker Freunden bin ich besonders dankbar. Zum Abschied haben Freunde aus meiner Kirchengemeinde ein Picknick im Central Park organisiert und nochmal alle zusammen getrommelt. Ich fühle mich von Gott sehr gesegnet für die vergangenen sieben Monate in den USA. Heute ging unsere Tour zu Ende und mein Besuch und ich sind zusammen zum John F. Kennedy Flughafen gefahren und brachen von dort in unterschiedliche Himmelsrichtungen auf. Ich sitze nun im Flugzeug nach Los Angeles. Bevor es nächste Woche endgültig heißt, von Amerika Abschied zu nehmen, liegt eine Woche des Wiedersehens in Südkalifornien vor mir. Ich werde Freunde treffen, die ich während eines Auslandssemesters vor zwei Jahren kennen gelernt habe.

Ein Abschiedsphoto mit liebgewonnen Freunden aus meiner Kirchengemeinde in New York City

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